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Gebäudeversicherung

Eine sichere Zukunft für Ihr Heim!

Sicherheit für Ihr Haus und Ihre Zukunft!

Ein Feuer oder ein Sturm kann den von vielen gehegten Traum von den eigenen vier Wänden innerhalb weniger Augenblicke zerstören. Die Wohngebäudeversicherung deckt die Kosten für den Wiederaufbau oder die Sanierung Ihres Gebäudes bei Schäden ab, die sich beispielsweise aus Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser ergeben und sichert Sie vor weiteren Kosten. Befinden sich auf Ihrem Grundstück Nebengebäude, wie z.B. Garagen oder Gewächshäuser, so sind diese ebenfalls über die Wohngebäudeversicherung geschützt.

Eine Gebäudeversicherung sollte jeder Hauseigentümer haben.

Nach einem Brand, aber auch durch Leitungswasser (Rohrbruch) Sturm oder Hagel kann der Schaden so hoch sein, daß der der Eigentümer diesen schwer aus der eigenen Tasche bezahlen kann und vor dem finanziellen Ruin steht. Die Banken wollen ohnehin für eine Immobilienfinanzierung einen Nachweis über zumindest eine FEUERVERSICHERUNG haben. Da es sich bei der Gebäudeversicherung um eine "verbundene" Versicherung handelt, also die Prämien für jede Gefahr (Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel) einzeln kalkuliert werden, können Sie i. d. R. jedes Risiko auch einzeln versichern. Meist empfehlen wir aber, alles zusammen zu machen. Bei einem Eigentümerwechsel geht die Gebäudeversicherung automatisch auf den Käufer über, kann von diesem aber innerhalb von 4 Wochen gekündigt und neu abgeschlossen werden. Je nach Bedarf. TIP: Sie sollten als KÄUFER eine bestehende Police nicht mit sofortiger Wirkung, sondern erst zum Jahresende kündigen. GRUND: Der Jahresbeitrag steht sowieso der Versicherung zu, auch wenn Sie unterjährig kündigen


Wichtige Leistungen Ihrer Wohngebäudeversicherung

Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit

Wegen grob fahrlässigem Verhalten können Versicherer die Leistung im Schadensfall erheblich kürzen. Der unbeaufsichtigte Wasserkocher, der einen Wohnungsbrand auslöst, kann schnell als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Der Verzicht in den Bedingungen des Tarifes sollte deshalb Pflicht sein. Achten Sie hierbei auch auf die Deckungshöhe, also bis zu welcher Schadenshöhe der Versicherer auf den Einwand verzichtet.

Zu- und Abwasserleitungen, sowie Heizungsleitungen außerhalb des Grundstücks

Je nach Satzung der unterschiedlichen Gemeinden, haftet der Eigentümer einer Immobilie nicht nur für die Wasser- und Heizungsleitungen auf seinem Grundstück, sondern auch in manchen Fällen für die Abwasserleitungen, den Zuwasserleitungen und den Heizungsleitungen bis zu einem bestimmten Anschlusspunkt außerhalb des eigenen Grundstücks. Um einen unerwarteten Ärger zu vermeiden sollten diese also in den Bedingungen des Tarifs in einem ausreichendem Umfang mitversichert sein.

Gas- und Wasserverlust nach einem Rohrbruch

Nicht selten kommt es zum Rohrbruch einer Wasser- oder Gasleitung, während sich der Versicherungsnehmer mit seiner Familie im Urlaub entspannt. Spätestens bei der Rückreise kommt es dann zu einer bösen Überraschung. Auch wenn die Beschädigungen durch die Wohngebäudeversicherung beseitigt werden, sollte der Tarif auch für den entstanden Wasser- oder Gasverlust aufkommen, damit bei der Abrechnung des Versorgers dann kein böses Erwachen bevorsteht.

Kosten des Sachverständigers

Bei manchen Schäden ist es durchaus sinnvoll einen eigenen Sachverständiger hinzuzuziehen, der mit einem Gutachten sämtliche Schäden aufzeigt und die entsprechende Schadenshöhe ermittelt. Die Versicherung schickt nicht bei jedem Schaden einen Sachverständiger auf Ihre Kosten, sodass dies schnell zu einer finanziellen Belastung führen kann. In einigen Tarifen der Wohngebäudeversicherung werden hier die Kosten anteilig oder ganz übernommen. Achten Sie deshalb auf Ihre Bedingungen Ihrer Versicherungen.

Gartenhäuser auf dem Grundstück

Haben Sie ein Gartenhaus, oder eine kleine Gartenlaube? Dann deckt hoffentlich Ihr Tarif auch Schäden ab, die sich nicht nur auf das eigentliche Wohngebäude beziehen. Auch ein Gartenhaus kann mal schnell, je nach Ausführung, eine finanzielle Belastung im Schadensfall darstellen.


Photovoltaik-Anlage

Haben Sie eine Photovoltaik-Anlage? Nicht selten schließen wir hierfür einen separaten Vertrag ab, der diese zur bestehenden Wohngebäudeversicherung mitversichern soll. Einige Tarife bieten allerdings hier bereits den Einschluss einer Photovoltaik-Anlage beitragsfrei in Ihren bestehenden Tarifen mit an. Hier sollte abgeklärt werden, ob nicht eine Doppelversicherung vorliegt, oder der Wechsel der bestehenden Gebäudeversicherung entsprechend geplant werden. So sparen Sie unter Umständen einen erheblichen Beitrag.

Ihr persönlicher Ansprechpartner zum Thema Gebäudeversicherung:

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Martin Grabich
Versicherungsfachmann (IHK)


Wohngebäudeversicherung - Jetzt beraten lassen

Gerne beraten wir Sie zu den aktuellen Tarifen der Gebäudeversicherung am Markt. Folgende Beratungsmöglichkeiten zu dem Thema Gebäudeversicherung bieten wir Ihnen:

Jetzt Tarife der privaten Wohngebäudeversicherung vergleichen

FAQ´s und wichtige Fragen und Antworten zur Wohngebäudeversicherung

Ist eine Wohngebäudeversicherung Pflicht?

In der Vergangenheit war der Abschluss einer Feuerversicherung Pflicht. Dies endete allerdings im Jahr 1994. Seitdem ist auch eine Feuerversicherung keine Pflichtversicherung mehr. Die Absicherung gegen die Gefahr Feuer haben Sie in der Regel in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Auch wenn es keine Pflichtversicherung ist, ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung als wichtige Absicherung zu verstehen.

Wann kann ich die Gebäudeversicherung kündigen?

Eine ordentliche Kündigung der bestehenden Wohngebäudeversicherung muss dem Versicherungsunternehmen drei Monate vor Ablauf vorliegen. Nach Ablauf des Vertrages verlängert sich der Vertrag in der Regel ansonsten für ein weiteres Jahr. Eine Vorzeitige Kündigung (außerordentliche Kündigung) ist möglich, wenn der Vertrag den Beitrag erhöht oder ein Schaden eintritt, der vom Versicherungsunternehmen reguliert wurde.

Kann man die Wohngebäudeversicherung von der Steuer absetzen?

Die Wohngebäudeversicherung eines selbstgenutzten Eigenheim kann in der Regel nicht von der Steuer abgesetzt werden.

Was zählt zu den Elementarschäden?

Elementarschäden sind allgemein Schäden, die durch das Wirken von Naturgewalten entstehen. Naturgewalten sind Überschwemmung, Hochwasser, Starkregen, Hagel, Sturm, Erdbeben, Lawinen, Schneedruck oder Vulkanausbrüche.

Wie teuer ist eine Gebäudeversicherung im Jahr?

Die Kosten einer Gebäudeversicherung Orientieren sich an verschiedenen Faktoren, wie die Bauartklasse des Gebäudes, oder dem Baujahr des Objekts und auch die Auswahl der versicherten Gefahren. Oft gibt es bei Sanierungsmaßnahmen innerhalb der letzten 10 Jahre einen Rabatt, der den Beitrag der Wohngebäudeversicherung reduziert. Auch ein Selbstbehalt, der vereinbart wird, kann den Beitrag reduzieren.

Was bedeutet der Wert 1914?

Der Gebäudeversicherungswert wird oft als Wert 1914 definiert und hilft so den Versicherungsunternehmen den aktuellen Neubauwert des Gebäudes zu ermitteln. Multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex und dividiert durch 100 errechnet er den Wert des aktuellen Jahres.

Was ist der Baupreisindex?

Der Baupreisindex ist ein Wert zur Ermittlung des aktuellen Neubauwert eines Gebäudes. Dieser wird mit dem Wert 1914 multipliziert und ergibt den Neubaupreis. Durch die jährliche Anpassung des Wertes werden so aktuelle Baupreise ermittelt, um steigende Kosten zu berücksichtigen. Für das Jahr 2019 wurde der Baupreisindex auf 1.454,3 festgelegt.

Was zahlt die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Gebäude vor den finanziellen Schäden die durch Sturm, Hagel, Leitungswasser oder Feuer entstehen. Hier werden die Kosten für die Reparatur, oder den Wiederaufbau des Gebäudes übernommen.

Was ist eine gleitende Neuwertversicherung?

Die gleitende Neuwertversicherung berücksichtigt die Veränderungen der Preise im Baugewerbe. Sie stellt sicher, dass der Neubaupreis des aktuellen Jahres berücksichtigt wird, um steigende Kosten mit abzusichern.

Was ist der Unterschied zwischen einer Wohngebäudeversicherung und einer Hausratversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Gebäude, sowie alle fest mit dem Haus verbundenen Gegenstände. Der Unterschied zur Hausrat ist, dass diese alle losen Besitztümer abdeckt. Sie können es sich bildlich vorstellen, wenn Sie Ihr Gebäude gedanklich auf den Kopf stellen. Alles was nach unten fällt ist nicht versichert.

Aktuelle Testsieger Gebäudeversicherung (Stand 04.2020)

Wie wurden die aktuellen Tarife der Gebäudeversicherungen getestet?

Die aktuellen Tarife der Gebäudeversicherer wurden mit der Analysesoftware von Franke & Bornberg analysiert. Hierbei wurden die vertraglichen Bedingungen miteinander verglichen und gegenübergestellt. Keinen Enfluss auf das Ergebnis hatte die Prämie des Tarifes, da teilweise große regionale Unterschiede bestehen.


Die fünf Testsieger-Tarife der Wohngebäudeversicherung im direkten Vergleich 

1. Wohngebäudeversicherung der Allianz Versicherung - Tarif Premium
Ergebnis: Leistungserfüllung von 91%

2. Wohngebäudeversicherung der Domcura - Tarif Einfamilienhauskonzept - Top-Schutz
Ergebnis: Leistungserfüllung von 90%

3. Wohngebäudeversicherung der InterRisk - Tarif XXL
Ergebnis: Leistungserfüllung von 89%

4. Wohngebäudeversicherung der Württembergische - Tarif PremiumSchutz
Ergebnis: Leistungserfüllung von 89%

5. Wohngebäudeversicherung der Signal Iduna - Tarif Premium
Ergebnis: Leistungserfüllung von 88%


Welche Leistungspunkte wurden in den Tarifen der Wohngebäudeversicherung geprüft?

Auf­räu­mungs- und Ab­bruch­kos­ten

Aufräumungskosten sind die Aufwendungen für das Aufräumen der Schadenstätte und Abfahren des Schuttes zur nächsten Ablagerungsstätte sowie die Deponiegebühren.
Aufräumen und Entfernen bedeutet, die Beseitigung der Reste von Schadenstätten.
Die Schadenstätte bezieht sich nicht nur auf das Versicherungsgrundstück, sondern auch auf angrenzende Grundstücke oder öffentlichen Verkehrsgrund.

Be­sei­ti­gung um­ge­stürz­ter Bäume/ Wie­der­auf­fors­tung/ Wie­der­her­stel­lung von Gar­ten­an­la­gen

Der Versicherer ersetzt - durch zusätzlichen Einschluss - auch die notwendigen Kosten für das Entfernen, den Abtransport und die Entsorgung durch Feuer, Hagel, Blitzschlag, Explosion oder Sturm umgestürzter Bäume auf dem Versicherungsgrundstück, soweit eine natürliche Regeneration nicht zu erwarten ist. Bereits abgestorbene Bäume sind von der Versicherung ausgeschlossen. Einige Versicherer erweitern ihren Versicherungsschutz um die Wiederaufforstung/ Wiederbepflanzung beschädigter und/oder umgestürzter Hecken, Sträucher und Zierpflanzen.

Be­sei­ti­gung von Ver­stop­fun­gen

Der Versicherer übernimmt die Kosten für die Beseitigung von Verstopfungen der versicherten Rohre. Der Einschluss für diese Instandsetzungsmaßnahme kann separat erfolgen. Allerdings existieren verschiedene Regelungen am Markt, die je nach Versicherungsfall berücksichtigt werden müssen.

Be­we­gungs- u. Schutz­kos­ten

Bewegungs- und Schutzkosten sind Kosten infolge eines Versicherungsfalles, die aufzuwenden sind, weil zur Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung versicherter Sachen andere Sachen bewegt, verändert oder geschützt werden müssen.
Beispiel: Ein Baum muss von einem Dach entfernt werden, damit der Sturmschaden am Dach repariert werden kann. Hierbei sind alle Schäden versichert, unabhängig davon, ob es sich um eine versicherte Sache handelt oder nicht.

De­kon­ta­mi­na­ti­on von Erd­reich

Der Versicherer übernimmt - über zusätzlichen Einschluss - die Kosten für die Dekontamination von Erdreich, die der Versicherungsnehmer infolge einer Kontamination durch einen Versicherungsfall aufgrund behördlicher Anordnungen aufwenden muss, um den Zustand des Versicherungsgrundstückes vor Eintritt des Versicherungsfalles wiederherzustellen. Die Aufwendungen werden jedoch nur ersetzt
- sofern die behördlichen Aufwendungen aufgrund von Gesetzen oder Verordnungen ergangen sind, die vor Eintritt des Versicherungsfalles erlassen wurden,
- eine Kontamination betreffen, die nachweislich infolge des Versicherungsfalles durch versicherte Sachen entstanden ist,
- innerhalb einer bestimmten Frist - in der Regel 9 Monate - seit Eintritt des Versicherungsfalles ergangen sind und
dem Versicherer ohne Rücksicht auf Rechtsmittelfristen innerhalb von 3 Monaten seit Kenntniserhalt gemeldet wurden.

Ele­men­tar­schä­den

Als Elementarschäden bezeichnet man Schäden, die durch Überschwemmung, Lawinen, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Vulkanausbruch und Rückstau verursacht wurden. In der Wohngebäudeversicherung sind Elementarschäden zumeist ausgeschlossen. Es gibt allerdings Versicherungsunternehmen, die hier eine spezielle Elementarschadenversicherung anbieten.

Fahr­zeugan­prall

Ein Fahrzeuganprall ist erst mit dem Augenblick gegeben, in dem Schienen- oder Straßenfahrzeuge mit dem versicherten Gebäude bzw. mit dem Gebäude, in dem sich die versicherten Sachen befinden, in Berührung kommen und eine unmittelbare Zerstörung oder Beschädigung daran hervorrufen, z.B. wenn ein Kraft- oder Schienenfahrzeug gegen ein Haus fährt und versicherte Sachen beschädigt. Kommt lediglich die Ladung des Fahrzeugs mit den versicherten Sachen in Berührung, liegt kein Versicherungsfall vor.
Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Schäden durch Fahrzeuge, die vom Versicherungsnehmer oder den mitversicherten Personen betrieben werden. Schäden an Fahrzeugen, Schäden durch Verschleiß an den versicherten Sachen, sowie Schäden an Zäunen, Straßen und Wegen sind nicht versichert.

Ge­bäu­de­be­schä­di­gun­gen durch un­be­fug­te Drit­te

Der Versicherer ersetzt die notwendigen Kosten für die Beseitigung von Schäden an Teilen des versicherten Gebäudes, wie z.B. Dächern, Decken, Fußböden, Türen, Fenstern (in der Regel sind Schaufensterverglasungen ausgenommen), Rollläden und Schutzgittern, wenn die Schäden dadurch entstehen, dass ein unbefugter Dritter mit Diebstahlsabsicht in das Gebäude eingebrochen, eingestiegen oder mittels falscher Schlüssel oder anderer Werkzeuge eingedrungen ist bzw. versucht hat, durch eine der vorgenannten Handlungen in das versicherte Gebäude einzudringen. Schäden, die der Täter am versicherten Gebäude von außen verursacht, sind nur infolge der vorgenannten Handlungen mitversichert.

Grobe Fahr­läs­sig­keit

chäden, die der VN oder eine mitversicherte Person grob fahrlässig herbeiführen, können vom Versicherer entsprechend der Schwere des Verschuldens gekürzt werden.
Einige Versicherer verzichten auf die Prüfung der groben Fahrlässigkeit bei der Herbeiführung des Schadens sowie bei der Verletzung von Sicherheitsvorschriften, Obliegenheiten und die Anzeigepflicht bei Gefahrerhöhung.

Ho­tel­kos­ten

In der Wohngebäudeversicherung werden die Kosten für ein Hotel oder ähnliche Unterbringung in der Regel ohne Nebenkosten ersetzt. Die Wohnung muss jedoch auf Grund eines Versicherungsfalles unbewohnbar sein, z.B. durch einen erheblichen Brand- oder Leitungswasserschaden.

Im­plo­si­on

Eine Implosion ist eine nach innen gerichtete, plötzliche Zerstörung eines Hohlkörpers durch äußeren Überdruck infolge eines inneren Unterdrucks.

Leis­tungs­aus­schlüs­se

Fokus: Mögliche Gefährdung des Versicherungsschutzes, unbeabsichtigt oder durch unübliche Ausschlüsse!
Die Ausschlussklauseln in den Versicherungsbedingungen sollen den Versicherer und damit auch die Versichertengemeinschaft vor Schadensverpflichtungen schützen, die aufgrund unkalkulierbarer Risiken (z.B. Krieg, Kernenergie) eintreten können. Außerdem sollen Schadensfälle ausgeschlossen werden, die der Versicherte oder der Versicherungsnehmer bewusst oder aufgrund Eingehens von erheblichen Risiken herbeigeführt hat. Diese Eingrenzung des Risikos ist für die dauerhafte Erfüllbarkeit der Versicherungsleistungen durch den Versicherer sinnvoll und notwendig. Maßstab der Bewertung ist, ob der Versicherer auf unübliche Ausschlüsse verzichtet und ob berechtigte Ausschlüsse auf ein für den Versicherten akzeptables Maß eingeschränkt werden.

Lei­tungs­was­ser

Der Austritt von Leitungswasser ist immer dann bestimmungswidrig, wenn es an nicht dafür vorgesehenen Stellen austritt oder keine bestimmungsgemäße Verwendung vorliegt, z.B. ein undichter Heizkörper, aus dem Wasser austritt.

Mehr­kos­ten durch be­hörd­li­che Auf­la­gen

Ersetzt werden auch die notwendigen Mehrkosten infolge behördlicher Auflagen auf der Grundlage bereits vor Eintritt des Versicherungsfalls erlassener Gesetze und Verordnungen. Sollten bereits vor dem Versicherungsfall behördliche Auflagen erteilt worden sein, wie z. B. Schneefanggitter, übernimmt die Wohngebäudeversicherung je Versicherungsfall die hierbei entstehenden Mehrkosten.

Me­di­en­ver­lust

Medienverlust ist der Mehrverbrauch von Wasser oder Gas aufgrund eines versicherten Schadens, der vom Versorgungsunternehmen in Rechnung gestellt wird.

Miet­aus­fall

Der Versicherer ersetzt die Kosten für den Mietausfall einschließlich fortlaufender Mietnebenkosten, wenn Mieter von Wohnräumen infolge eines Versicherungsfalles berechtigt sind, die Zahlung der Miete ganz oder teilweise zu verweigern. Es werden aber auch die Kosten für den ortsüblichen Mietwert von Wohnräumen ersetzt, sofern der Versicherungsnehmer diese selbst bewohnt und diese infolge eines Versicherungsfalles unbenutzbar geworden sind und dem Versicherungsnehmer die Beschränkung auf einen etwa benutzbar gebliebenen Teil der Wohnung nicht zugemutet werden kann.

Nutz­wär­me­schä­den

Brandschäden, die an versicherten Sachen dadurch entstehen, dass sie einem Nutzfeuer oder der Nutzwärme ausgesetzt werden, sind im Rahmen der Wohngebäudeversicherung nicht versichert. In der Wohngebäudeversicherung stellen die Nutzwärmeschäden meist nur Bagatellschäden dar, so dass eine Klausel für Nutzwärmeschäden zu den VGB 2001 genehmigt wurde. Beispiel: Der Schornstein im Hause des Versicherungsnehmers entzündet sich dadurch, dass sich Rußablagerungen aufgrund eines Nutzfeuers entzünden und einen Dachstuhlbrand auslösen. Der Schornstein, der bestimmungsgemäß dem Nutzfeuer beziehungsweise der Wärme ausgesetzt wurde, ist nicht versichert, wohl aber der Schaden am Dachstuhl. Der Schornstein des Versicherungsnehmers ist nur versichert, wenn die Klausel für Nutzwärmeschäden eingeschlossen wurde.

Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen

Die Photovoltaik bezeichnet den Bereich der Energietechnik, der sich mit der direkten Umwandlung des Sonnenlichts in elektrischen Strom mittels Solarzellen beschäftigt.

pro­vi­so­ri­sche Maß­nah­men/ Not­ver­schluss

Der Versicherer übernimmt die Aufwendungen, die für eine provisorische Reparatur von Gebäudeschäden nach einem Versicherungsschaden notwendig sind. Hierzu gehört z.B. die Abdeckung eines Daches, das anlässlich eines Sturmschadens beschädigt wurde.

Rohr­bruch

m Rahmen der Wohngebäudeversicherung übernimmt der Versicherer Versicherungsschutz für Frost- und sonstige Bruchschäden an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren auf dem Versicherungsgrundstück, die der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen. Die Entschädigungsleistung dieses Versicherungsschutzes erfolgt in der Regel bis zur Versicherungssumme.
Generell mitversichert sind Wasserzuleitungs- und Heizungsrohre sowie Ableitungsrohre innerhalb versicherter Gebäude auf dem Versicherungsgrundstück. Ausgeschlossen sind Rohre, die ausschließlich gewerblichen Zwecken dienen.

Rück­rei­se­kos­ten aus dem Ur­laub

Ist aufgrund eines erheblichen Schadens an den versicherten Sachen - beispielsweise durch einen Leitungswasserschaden - die Rückreise des Versicherungsnehmers aus seinem Urlaub oder von seiner Geschäftsreise notwendig, so ersetzt der Versicherer die Fahrtmehrkosten für ein angemessenes Reisemittel entsprechend dem benutzten Reisemittel und der Dringlichkeit der Rückreise, sofern der Versicherungsnehmer diesen Versicherungsschutz eingeschlossen hat.

Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten

Wenn der Schadenfall eingetreten ist, ist es oft schwierig die genaue Schadenhöhe zu bestimmen. Zweck des Sachverständigenverfahrens ist es, die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten des Sachverständigen in seiner Eigenschaft als Fachmann dort einzusetzen, wo die Parteien des Versicherungsverhältnisses nicht über eigenes Wissen verfügen und auf fremde Sachkunde angewiesen sind. Ein Sachverständiger kann bei der Ermittlung der Schadenhöhe behilflich sein. Die Kosten, die hierdurch entstehen, werden teilweise in der Wohngebäudeversicherung ersetzt.

Seng­schä­den

Schäden, die durch Hitzeeinwirkung auf versicherte Sachen entstehen, ohne dass es zu einem Brand gekommen ist. schließen

Sons­ti­ger Ver­si­che­rungs­schutz

Unter dem Kriterium des sonstigen Versicherungsschutzes sind die Kosten und Sachen mitversichert, die nicht in dem üblichen Versicherungsumfang beinhaltet sind. Darunter fallen die entgangenen Veranstaltungskosten, die Entfernung bzw. Umsiedlung von Wespen-, Hornissen- und Bienennestern, der Mehrverbrauch von Gas, Regiekosten, Reparatur von undichten Gasleitungen, Sonnenenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, Verkehrssicherungsmaßnahmen und Windenergieanlagen.

Te­le­fon­kos­ten

Der Versicherer übernimmt die Telefonkosten, wenn infolge eines Versicherungsfalles die Wohnung unbewohnbar wurde und dem Versicherungsnehmer auch die Beschränkung auf einen etwa bewohnbaren Teil nicht zugemutet werden kann. Die Kosten werden in der Regel bis zu dem Zeitpunkt ersetzt, in dem die Wohnung wieder bewohnbar ist.

Tier­biss­schä­den

Mitversichert sind Schäden an elektrischen Leitungen und Anlagen sowie an Dämmungen und Unterspannbahnen von Dächern und Außenwänden durch den Biss wildlebender Tiere.

Über­span­nungs­schä­den

Schäden, die durch Überspannung, Überstrom oder Kurzschluss infolge eines Blitzes oder durch sonstige atmosphärisch bedingte Elektrizität an versicherten elektrischen Einrichtungen und Geräten entstehen.

Ver­puf­fung

Eine Verpuffung ist ein schneller Verbrennungsvorgang, bei dem der Explosionsdruck nur durch die entstehenden und sich ausdehnenden Gase hervorgerufen wird.

Ver­si­cher­te Sa­chen

Zu den versicherten Sachen im Rahmen der Wohngebäudeversicherung gehören (nach § 1 VGB 2001) die im Versicherungsschein bezeichneten Gebäude und Zubehör, das der Instandhaltung oder dessen Nutzung zu Wohnzwecken dient. Das Zubehör ist mitversichert, wenn es sich im Gebäude befindet oder außen am Gebäude angebracht ist (z.B. Markisen, Beleuchtungsanlagen oder Antennen). Weiteres Zubehör sowie sonstige Grundstücksbestandteile auf dem im Versicherungsvertrag bezeichneten Grundstück (Versicherungsgrundstück), wie z. B. Müllboxen, Gartenzäune; sie sind nur aufgrund besonderer Vereinbarung versichert.

Zu­künf­ti­ge Be­din­gungs­än­de­run­gen

Anpassungsmöglichkeiten sind Bedingungsregelungen, die es dem Versicherer ermöglichen, auch für bestehende Verträge bestimmte Vertragsbestimmungen ändern zu können.