Erstinformation

Sehr geehrte Besucher, gemäß neuer gesetzlicher Vorgaben (Insurance Distribution Direktive - IDD) zu Fernabsatzverträgen, sind wir dazu verpflichtet an dieser Stelle auf unsere Beratungspflicht hinzuweisen. Laden Sie sich bitte die Erstinformationen zum Vermittlerstatus gem. §11 VersVermV herunter.

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Der Corona-Virus in Hinblick auf Versicherungen und Finanzen

Der Corona-Virus wird auch die Versicherungs- und Finanzbranche nachhaltig verändern

Die Ausbreitung zu Verlangsamen ist Priorität Nummer 1

Eine Pandemie in diesem Ausmaß, welche durch den Corona-Virus ausgelöst wurde, ist bisher noch nie da gewesen. Aktuell gilt es die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, vor allem um unser bestehendes Gesundheitssystem weiterhin aufrecht zu erhalten. Dieser Umstand schränkt derzeit unser Leben massiv ein. Das öffentliche Leben kommt langsam zum stillstand und über die Dauer der sozialen Entbehrungszeit gibt es keine klare Aussage.

Lange Bearbeitungszeiten und Unsicherheit durch COVID-19

Die Mehrheit der Versicherungs- und Finanzunternehmen, hat auf die Auswirkung reagiert und bereits einen Großteil der Mitarbeiter, für das Home-Office ausgestattet. Das es hier in der Übergangszeit unter Umständen zu einer langeren Bearbeitungszeit kommen kann, ist nachvollziehbar. Mittlerweile sollten die notwendigsten Maßnahmen weitgehenst umgesetzt sein, sodass ein Betrieb wieder weitgehenst normal erfolgen kann. 

Persönliche Beratung und Betreuung in Zeiten des Corona-Virus

Das eine persönliche Beratung vor Ort, oder im Büro eines Beraters derzeit nicht stattfinden kann, sollte jedem Bewusst sein. Hier ist ein beidseitiges Umdenken erforderlich, um alternative Beratungs- und Betreuungsverfahren einzuführen, und diese Prozesse weitgehenst über eine digitale Beratung abzubilden.

Sowohl Berater, als auch Kunde ist in der Verantwortung

Auf der einen Seite erfordert das beim Berater sicherlich eine gewisse Einarbeitungszeit, und etwas technisches know-how. Auf der anderen Seite ist es genauso notwendig, dass der Kunde diese Beratung und Betreuung auch bereit ist anzunehmen. Wir haben bereits vor dem Ausbruch des Corona-Virus unsere Beratung zusätzlich digitalisiert und bereits eine Vielzahl an Beratungen online erfolgreich durchgeführt.



Häufig gestellt Fragen zum Thema Corona-Virus in Bezug auf Versicherungen

Wer übernimmt die Kosten für einen Corona-Test?

Egal, ob Sie eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung haben, werden die Kosten für einen Corona-Test in jedem Fall über die Krankenversicherung übernommen, sofern für den Test eine Notwendigkeit bestand. D.h. Verdacht auf Infektion, weil z.B. Kontakt zu einer infizierten Person bestand oder klare Krankheitssymptome vorliegen.

Von prophylaktischen Tests ohne gegebenen Anlass, bitten die Behörden in jedem Fall abzusehen, um die vorhandenen Testkapazitäten nicht unnötig zu belasten und insofern wäre in diesen Fällen auch die Kostenübernahme aus unserer Sicht derzeit nicht klar geregelt.  


Erhalte ich Leistungen über meine Krankenversicherung im Falle einer Quarantäneanordnung und / oder Krankschreibung?

ACHTUNG: Eine Quarantäneanordnung (egal, ob durch den Arbeitgeber oder durch eine behördliche Anordnung) ist zunächst KEINE Krankschreibung. Insofern besteht auch zunächst keine Leistungspflicht der Krankenversicherung für Krankentagegeldleistungen.

Daher stellt sich in diesem Fall die Frage, ob Sie Krankheitssymptome haben, oder ob Sie eine pauschale ärztliche Krankschreibung erhalten. Nur mit einer ärztlichen Krankschreibung sind Sie im Sinne der Krankenversicherung leistungsberechtigt. Wir unterstellen derzeit, dass im Bedarfsfalle ärztliche Krankschreibungen in dieser Ausnahmesituation auf telefonischem Wege zu bekommen sind.

In jedem Fall erhalten Arbeitnehmer aber zunächst die 6-wöchige Gehaltsfortzahlung über den Arbeitgeber.

Nach Ablauf dieser 6 Wochen und der ununterbrochenen ärztlichen Krankschreibung, greift dann das Krankentagegeld:

  • - Bei gesetzlich Krankenversicherten leistet anschließend die Krankenkasse ein Krankengeld in Höhe von rund 80% des bisherigen Nettoeinkommens.
  • - Bei privat Krankenversicherten leistet anschließend der Krankenversicherer den tariflich vereinbarten Tagessatz.

Auch bei Selbständigen wird analog eine ärztliche Krankschreibung benötigt. Hier ist zu den Leistungen der Krankenversicherung jedoch kaum eine pauschale Aussage möglich, da Selbständige sowohl in der Gesetzlichen, wie auch in der privaten Krankenversicherung eine Gestaltungsfreiheit haben, ab wann die Krankentagegelder geleistet werden. Insofern müsste für Selbständige eine individuelle Prüfung erfolgen. Sprechen Sie uns bei Rückfragen gern an.


Welche gesetzlichen Regelungen gibt es zum Thema des Verdienstausfalles?

Wie eben beschrieben, erhalten Arbeitnehmer zunächst pauschal eine 6-wöchige Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber. Geregelt ist dies über das zuständige Gesundheitsamt nach § 29 und § 30 Infektionsschutzgesetz, nachdem Menschen behördlich unter Quarantäne gestellt werden können.

Wenn der Betroffene krank ist, gelten die Regeln für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Diejenigen, die ohne Krankheit vorsorglich unter behördlich angeordneter Quarantäne stehen, haben per Gesetz einen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe ihres Nettoentgeltes. Den übernimmt zunächst der Arbeitgeber (durch die Lohnfortzahlung); innerhalb von drei Monaten kann der Arbeitgeber nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen.

Auch Selbstständige und Freiberufler gehen nicht leer aus. Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch sie einen Verdienstausfall ersetzt. Dabei geht die zuständige Behörde von dem Gewinn aus, der im Steuerbescheid für das letzte Kalenderjahr festgestellt wurde. Konkret ist dies im § 56 IfSG geregelt.

Bei Rückfragen zu diesen Themen wenden Sie sich bitte vornämlich an Ihre Steuerberatung, da dies im Grunde keine versicherungstechnische Beratung darstellt und wir Ihnen insofern sicherlich nur wenig behilflich sein können. 


Sind die ärztlichen Behandlungskosten aufgrund der Corona-Viruserkrankung versichert?

Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat Krankenversichert sind, sind natürlich die allgemeinen Behandlungskosten immer versichert, bei Privatversicherten möglicherweise nach Abzug eines vertraglich vereinbarten Selbstbehaltes.

Das Deutsche Gesundheitssystem zählt zu den leistungsstärksten Systemen der Welt und es sieht vor, dass jeder Patient pauschal IMMER eine bestmögliche Behandlung erhält.

Angesichts der teilweise sicherlich deutlich überstrapazierten Krankenhäuser, werden etwaige Zusatzbausteine in der Privaten Krankenversicherung / Krankenzusatzversicherung (z.B. Einbettzimmer und Chefarztbehandlung) möglicherweise logistisch von Seiten der Krankenhäuser nicht darstellbar sein. Sicherlich für jeden verständlich, angesichts dieser Ausnahmesituation.

Sollte solch ein Fall auftreten, haben Sie als Privatversicherter als kleinen Trost hinterher einen Anspruch auf entsprechende Ersatzleistungen aus Ihrem Tarif, quasi als kleine Wiedergutmachung. Sprechen Sie uns in solchen Fällen gern an.


Was gibt es ansonsten für versicherungstechnische Absicherungen in der derzeitigen Situation?

Ihre möglicherweise vorhandene Berufsunfähigkeitsversicherung leistet bei einer vorliegenden Arbeitsunfähigkeit von mindestens 6 Monaten und länger. Sie ist also für drastische und bleibende Erkrankungen gedacht. Insofern angesichts der derzeitigen Krise sicherlich nicht relevant – prüfungswürdig höchstens dann, wenn Sie nach einer Erkrankung bleibende Schäden zurückbehalten sollten, was nach derzeitiger Informationslage aber nicht zu befürchten ist.

Zudem haben einige Unfallversicherungen eine so genannte „Infektionsklausel“ enthalten. Demnach wäre der Corona-Virus quasi als „Unfall“ anzusehen. Sollten Sie einen solchen Vertrag haben, sind Leistungsansprüche denkbar: Beispielsweise Leistungen in Form von Tagessätzen als „Unfall-Krankentagegeld“ (zuhause krankgeschrieben; Leistungen allerdings zumeist erst ab dem 43. Tag) oder „Unfall-Krankenhaustagegeld“ (beim Krankenhaus-aufenthalt; zumeist ab dem 1. Tag).

Auch hierzu stehen wir Ihnen bei Rückfragen gern beratend zur Verfügung.

Auf das Thema Todesfallschutz durch Lebensversicherungen oder Risikolebens-versicherungen möchten wir an dieser Stelle nicht tiefer eingehen. Bei jeglichen Rückfragen dazu sprechen Sie uns gern an.  

Die Betriebsunterbrechungsversicherung (u.ä. Produkte) für Unternehmer und Firmen sind zumeist gedacht für Betriebsstörungen in Folge von Feuerschäden oder vergleichbaren Störfällen für Unternehmen. Kaum ein Produkt sieht Leistungen für Betriebsstörungen aufgrund eines solchen Szenarios vor, wie wir es gerade weltweit erleben. Auch hierzu stehen wir Ihnen bei tiefergehenden Rückfragen natürlich gern zur Verfügung.


Welche Möglichkeiten gibt es bei finanzieller Not?

Sollte bei Ihnen im Nachgang zur derzeitigen Krise beispielsweise durch länger anhaltende Kurzarbeit oder gar einer Kündigung möglicherweise ein finanzieller Engpass auftreten, beraten wir Sie natürlich ebenfalls gern. Es gibt bei Produkten der Altersversorgung verschiedene Möglichkeiten einer Beitragsstundung oder einer Herabsetzung der Beitragszahlungen. Auch bei vielen Sachversicherungen können, durch die Herausnahme von Bausteinen, in der Regel Kosten reduziert werden. Bevor Sie also über die Kündigung einzelner Versicherungen nachdenken, sprechen Sie uns bitte an, damit wir gemeinsam überlegen können, wie Ihre Versicherungen an veränderte Situationen möglicherweise anzupassen gehen.

HOTLINE rund um das Corona-Virus:

allgemeine bundesweite Infohotlines zu Fragen rund um die Pandemie: 116 oder 117

-> Ticker zum Corona-Virus/COVID-19 <-

19. März 2020: Millionenschwere Soforthilfe für Selbstständige beschlossen

Berlin will Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit 600 Millionen Euro Soforthilfen unterstützen. Das hat der Senat auf einer Sondersitzung am Donnerstagabend beschlossen, wie Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop (Grüne) auf Twitter mitteilte. "Wir wollen schnell und unbürokratisch unterstützen, um Existenzen zu sichern und Arbeitsplätze zu retten", schrieb Pop.

Allein 100 Millionen Euro soll es im laufenden Jahr an Soforthilfemaßnahmen für Kleinunternehmen und Soloselbstständige sowie für Freiberufler geben, teilte der Senat mit.

Das Paket richte sich an Klein und Kleinstunternehmen mit maximal fünf Beschäftigten sowie Freiberufler und Soloselbstständige, "die besonders hart durch die Corona-Krise" leiden, wie die Senatskanzlei am Donnerstagabend mitteilte. Damit wolle das Land die negativen Auswirkungen abfedern, "die Schäden für die Gesamtwirtschaft" begrenzen und Arbeitsplätze sichern, heißt es weiter.  

17. März 2020: Bundesweit werden Geschäfte geschlossen

Bund und Länder haben weitere drastische Schritte im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen: Viele Geschäfte müssen schließen. Nur Supermärkte, Apotheken, Banken und Tankstellen bleiben geöffnet. Das ist längst nicht alles.

14. März 2020: Clubs, Diskotheken und Bars müssen schließen

Mittlerweile werden in einigen Ländern Europas, in den USA und auch in Deutschland Betriebe geschlossen. Dies betrifft vor allem Begegnungsstätten wie Clubs, Bars und Restaurants. Geschäfte des alltäglichen Bedarfs (Supermärkte, Apotheken, Banken) sollen weiterhin geöffnet bleiben, um die Grundversorgung sicherzustellen.

13. März 2020: Kurzarbeit wird erleichtert

Arbeitnehmer in Deutschland sollen in der Coronakrise durch öffentlich finanziertes Kurzarbeitergeld vor Arbeitslosigkeit geschützt werden. Der Bundestag beschloss am Freitag im Eilverfahren einstimmig einen  Gesetz für erleichtertes Kurzarbeitergeld. Der Gesetzentwurf war erst am Dienstag vom Bundeskabinett gebilligt worden. Mehr Unternehmen als bisher sollen die Leistung der Bundesagentur für Arbeit (BA) ab April beantragen können.

11. März 2020: WHO stuft Corona-Virus als Pandemie ein

Die Weltgesundheitsorganisation stuft den Ausbruch des Corona-Erregers nun als Pandemie ein. Das Ausmaß der neuen Erkrankungen und der neuen Todesfälle in den vergangenen zwei Wochen weltweit habe zu dieser Entscheidung geführt, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Eine Pandemie ist laut WHO ein weltweiter Ausbruch einer neuen Krankheit.